7 Doublettes aus Bayern und 19 aus dem LV SW traten bei herrlichem Sommerwetter zum Turnier an. Neben dem Volleyballfeld waren 10 Boulebahnen interimsweise geschaffen worden – die Bouler waren hocherfreut, dass die Bergetappe zur „Golanhöhe“ somit entfiel. Zudem ergaben sich dadurch sehr unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten – es soll doch nicht langweilig werden… Das Leistungsspektrum ist inzwischen enger und die Bouleerfahrung bei den meisten Teilnehmern größer. So waren neben den jeweiligen Landesverbandsmeistern noch etliche andere Paarungen Mitfavoriten auf diesen neuen Meistertitel und die Spannung entsprechend groß.

Gleich in der ersten Runde kam es dementsprechend zu hochkarätigen Paarungen und langen Spielen sowie ersten Überraschungen, dies setzte sich auch in den nächsten Runden so fort. Besonders die drei tiefen Plätze forderten viel Zeit.

In Runde 3 mussten auch die LV-SW-Meister Ulrike und Bernd V. (SSF Stuttgart) eine herbe Niederlage hinnehmen. Nach Runde 4 gab es noch zwei ungeschlagenen Mannschaften – Monika S. und Michael P. (LB Karlsruhe) mussten sich im letzten Samstagsspiel Gertrud S. (SSF Stuttgart) mit dem Simonsbergler Karl W. (BffL Stuttgart) stellen. Gertrud und Karl waren in der Vergangenheit schon mehrfach bei der Kugelfuhr erfolgreich und stellten ihr Können und Wollen auch auf dem neuen Platz unter Beweis. Außerdem bot der BffL Stuttgart weitere e Doublettes auf. Elli und Winne B. sind gesundheitlich angeschlagen und konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen. Simone und Stefan S. schlugen sich wacker doch fehlte etwas das Bouleglück genauso wie bei Elfriede und Wolfgang M.. Klaus und Ecki hatten immerhin ihren Spaß und zeigten sich als freundliche Gastgeber. Na und die bayrischen Favoriten schwächelten ebenfalls: Richard und Heinz vom Sportbund Helios Augsburg mussten sich in Runde 1 gleich Elfriede und Wolfgang M. (BffL Stuttgart) geschlagen geben und in Runde 4 Sigrid mit Hans-Peter B. (Sonnland Freiburg). Bei Ingeborg und Arnold H. (SB Helios Augsburg-Kissing, bayrische Landesverbandsmeister) lief es diesmal auch nicht so gut wie gewünscht, Hans S. mit Erhard M. (NBF Würzburg) konnten ebenfalls nicht an ihre Schwabenturnierform anknüpfen.

Die eindeutigen Sieger vom langen Samstag – Gertrud und Karl - mussten sich jedoch am Sonntag ihren Verfolgern und dem jeweiligen Platz stellen. Ulrike und Bernd V. (SSF Stuttgart) nutzten gegen die beiden ihre Chancen und gesammelten Erfahrungen und erhöhten deutlich das Punktekonto. Gleichzeitig besiegten Monika S. und Michael M. (LB KA) denkbar knapp Sigrid mit Hans-Peter B. (SL Freiburg). Nach Runde 6 gab es nun drei Doublettes mit 5 Siegen: Monika und Michael (LB KA) kämpften folgerichtig mit Ulrike und Bernd (SSF Stuttgart) um den möglichen Turniersieg, parallel mussten Gertrud S. (SSF S) und Karl W. (BffL S) gegen eine Doublette aus dem 4-Siege-Pool gewinnen, um Tabellenplatz 1 zu verteidigen. Das Turnierprogramm lost bei dieser Konstellation zufällig, und als Gegner wurden ausgerechnet Inge W. mit Peter T. (BffL S) gezogen – also Vereins- und Familienduell. Auch erfahrene Spieler erwischt mal die ein oder andere Schwäche, Gertrud und Karl verloren das Spiel so eindeutig, dass sie letztlich auf Rang 6 abrutschten. Da Peter und Inge außerdem noch mehr hohe Siege aufzuweisen hatten, rutschten sie recht unerwartet auf Platz 2 vor.

Ulrike und Bernd V. waren nun mit 6 Siegen eindeutige Turniergewinner und dürfen sich zu Recht Süddeutsche Naturistenmeister nennen sowie den neuen Wanderpokal mit heim nehmen.

Doch um den schönen Kugelfuhr-Kristalldiamantpokal gab es jetzt noch das Endspiel Tabellenerster gegen –zweiter. Obwohl oder vielleicht gerade weil es im Turnierverlauf öfter mal hakte, war das die Gelegenheit oder „zweite Chance“ für die BffLer. Und nun endlich wurden hier vermisste Leistungen abgerufen, Glück gehört auch immer etwas dazu, und Ulrike und Bernd dort hatten vielleicht ihre gute Form schon auf dem anstrengend tiefgründigen Platz verbraucht. So eroberten Peter und Inge für den BffL-Stuttgart mit 13:3 den Kugelfuhrwanderpokal zurück in die eigenen Reihen.

Die deutlich größere Teilnehmerschar war eine erhebliche Herausforderung für das Verpflegungsteam. Angefangen vom leckeren Spießbraten brachte auch das Pizzabacken (150!) die Helfer an die Grenzen – herzlichen Dank hierfür und für die vielen sonstigen kleineren und größeren Dienste.