– die Strecken abgesteckt, Tische eingedeckt, Brötchen für die Helfer gemacht und die Auswertung mit Laptops ausgestattet, so dass alle gespannt auf die Gäste warteten, um diese gegen 10 Uhr freudig am Vereinsheim zu begrüßen. Hier wurde die vermeintliche Konkurrenz schon fest in die Arme geschlossen – große Wiedersehensfreude unter den Teilnehmern. Mit nur drei Vereinen war der Lauf zwar etwas spärlich bestückt, was der ganzen Sache aber keinen Abbruch tat, denn alle Läufer, Walker, Helfer und Organisatoren waren bestens gelaunt und die Stimmung dementsprechend gut. Mit ihrer tollen Moderation während des Tages hatten Dieter, Eike und Anke sehr häufig die Lacher auf ihrer Seite. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, ob unsere neueste Idee – eine Marbeck-Runde von 1.500 m innerhalb des Geländes (und damit auch nackt zu bewältigen) - ankommen würde. Hierauf waren wir sehr gespannt, denn es gab keine Meldungen für diesen Lauf. Aber da unser fittes Auswertungsteam Nachmeldungen zuließ, konnte sich dieses ja bis zum Mittag noch ändern (die Idee zu dieser kleinen Runde war beim Zieselsmaar-Lauf des FSB Erftland-Ville entstanden, der ebenfalls eine Kurzstrecke anbietet) Aber erst einmal gingen unsere ehrgeizigen 10 km-Läufer an den Start. Nach dem Startzeichen – so dachten wir – erst einmal zurücklehnen, das Rennen läuft – alles gut. Umso überraschter waren

wir, als die ersten Läufer, Fabian und Egon, schon nach gut 20 Minuten die erste von zwei Runden beendet hatten und voll Energie in die zweite starteten. So war dann dieser Lauf auch nach einer Dreiviertelstunde über die Bühne gelaufen und die 5 km Walker und Läufer machten sich fertig. Auch hier starteten viele Läufer ehrgeizig ins Rennen, einige Walker hingegen genossen die landschaftlich reizvolle Runde durch die Münsterländer Parklandschaft, winkten den Streckenposten zu und gingen sportlich, gut gelaunt, den ein oder anderen Smalltalk auf den Lippen, dem Ziel entgegen. Die Auswertung verzeichnete Zeiten von 37 bis 50 Minuten bei den Walkern. So manches Lächeln huschte den Laufteilnehmern über die Lippen als sie namentlich kurz vor dem Ziel in eben dieses hinein geklatscht und gerufen wurden. Das war schon ein tolles Gemeinschaftsgefühl und nach einem kleinen Schluck Wasser oder Eistee reihte sich jeder Finisher in die Gruppe der Anfeuernden ein, so dass der letzte Läufer im Ziel der gefühlte Gewinner war. Ein High-Light stand dann vor der großen Kuchenschlacht noch an: Die 1.500 m innerhalb des Geländes – nackt oder angezogen – für den Einen ein Cooldown für die Anderen eine Herausforderung. Angefeuert von wiederum vielen Mitgliedern und Streckenposten zogen 20 Läufer und Walker so ihre Runden zwischen Wohnwagen und Schwimmbad.

Das Resümee am Ende des Tages war bei allen Teilnehmern gleich: Ein toller Tag, eine schöne freundschaftliche Atmosphäre – eine gelungene Veranstaltung! Und auch das schlechte Spiel der deutschen Fußballmannschaft in ihrem ersten WM-Spiel (das viele Teilnehmer noch gemeinsam in Marbeck schauten) konnte diese Stimmung auf dem Nachhauseweg nicht trüben.

Michaela T.