Abschied von Gianfranco
Mit großer Trauer haben wir am 26. Mai erfahren, dass Gianfranco Ribolzi verstorben ist. Gianfranco war ein wegweisender italienischer Naturist und seit seinem ersten Engagement im Jahr 1964 eine führende Persönlichkeit der Bewegung.
Seine bleibenden Verdienste sind zahlreich. Gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau Luisa gründete er 1969 das Naturistendorf Le Betulle im Piemont. Mehr als 20 Jahre lang war er Präsident von FENAIT, dem italienischen Naturistenverband. In dieser Funktion half er bei der Organisation des INF-FNI-Weltkongresses 2010 in Kalabrien – bislang das einzige Mal, dass der Kongress in Italien stattfand. Außerdem war er Präsident und treibende Kraft hinter UNI, der Union italienischer Naturisten.
Seine Leidenschaft und sein temperamentvolles lateinisches Wesen führten dazu, dass er entschlossen für seine Überzeugungen kämpfte. Das brachte ihm nicht immer auf allen Seiten Freunde ein, doch seine Leistungen und sein Beitrag zum Naturismus sind bedeutend.
Freunde und Weggefährten aus der internationalen Naturistengemeinschaft haben ihm Tribut gezollt. In einer Mitteilung auf der Website von Le Betulle wurde er als „ein Mann mit großem Herzen, visionär und leidenschaftlich“ beschrieben. Auf der Website von UNI heißt es:
„Gianfranco hinterlässt uns die wahre Essenz eines naturistischen Geistes, aus der wir in der Weiterentwicklung unserer selbst und unserer Bewegung stets schöpfen können.“